Interview mit Dr. med. Lars Bertram

Was treibt Sie an?

In meiner Zeit als Assistenzarzt am Klinikum rechts der Isar in München habe ich zahlreiche Alzheimer Patienten und deren Angehörige kennengelernt und die ganz persönliche Leidensgeschichte dieser Familien erlebt. Mithilfe meiner Forschung hoffe ich ein kleines Stück des Alzheimer "Puzzles" zu lösen, damit wir möglichst schnell effektive Vorhersage- und Therapieoptionen für diese schlimme Krankheit entwickeln können.

Was bewegt Sie bei diesem Thema?

Aufgrund neuartiger experimenteller Methoden haben wir seit kurzem die technischen Möglichkeiten, das menschliche Genom in einer Detailliertheit zu analysieren, wie es vorher schlicht nicht möglich war. Für einen Genetiker sind dies sehr aufregende Zeiten, aber - wie bei jeder technischen Neuerrungenschaft - wird es noch eine Weile dauern, bis die Ergebnisse dieser Forschung auch bei den Patienten ankommen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir natürlich, dass die harte Arbeit von mir und vielen meiner Kollegen weltweit endlich einen durchschlagenden Erfolg in der Frühdiagnose und Therapie der Alzheimer Krankheit bringen. Damit dies tatsächlich passiert, müssen die verantwortlichen Gremien und Institutionen auch in Zunkunft einen Schwerpunkt auf die finanzielle Förderung der Demenzforschung legen. Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung leistet mir ihrem Forschungspreis einen sehr wichtigen Beitrag, v.a. für jüngere Forscher. Hierfür möchte ich mich auch noch mal auf diesem Wege ganz herzlich bedanken.

 

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