Prof. Dr. Dieter Edbauer

 
 

Professor of Translational Neurobiochemistry, DZNE & Ludwig-Maximilians-Universität München
Gruppenleiter der Helmholtz-Nachwuchsgruppe
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

 

Projektbeschreibung

Dr. Prof- Edbauer schaffte es ein Schlüsselenzym, die sogenannte gamma-Sekretase, erstmals molekular zu definieren. Damit gelang ihm ein bahnbrechender Erfolg, der international Beachtung fand. Seine kürzlich in „Science“ erschienene Arbeit führte zu einem völlig neuem Konzept der Pathologie und der Mechanismen der Frontotemporalen Demenz (der zweithäufigsten Demenzerkrankung nach Alzheimer) sowie der Amyotrophen Lateral Sklerose (ALS). Ein eigentlich als unmöglich geltender zellulärer Mechanismus konnte direkt in Patienten nachgewiesen werden. „Diese Arbeit trägt nicht nur grundlegend zum Verständnis der Frontotemporalen Demenz und ALS bei, sondern hat auch ein enormes Potential für zukünftige Therapien“, so Professor Dr. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

 

Curriculum vitae

Dieter Edbauer studierte Medizin in München (1994-2000). In seiner Promotionsarbeit bei Prof. M. Hallek am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beschäftigte er sich mit DNA-Vakzinen gegen Lymphome (1998-2001). Als Arzt im Praktikum (AiP), später als Postdoktorand und dann als wissenschaftlicher Assistent wechselte er ans Adolf-Butenandt-Institut der LMU, wo er mit Prof. C. Haass die biochemischen Mechanismen der Alzheimer Krankheit erforschte (2001-2004). Als Höhepunkt der Arbeit konnte ein Schlüsselenzym der Alzheimerkrankheit, die sogenannte gamma-Sekretase, erstmals molekular definiert werden. Es folgte ein Auslandsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology im Labor von Prof. M. Sheng (2004-2009). Im Mittelpunkt der Arbeit standen Signaltransduktion und Zellbiologie in Neuronen im Zusammenhang mit Alzheimer und dem Fragilen X Syndrom, einer erblichen Form mentaler Retardierung. Im November 2009 kehrte Prof. Dr. Edbauer als erster Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiter an das neu gegründete DZNE nach München zurück. Hier sollen durch die Analyse der molekularen Mechanismen der synaptischen Fehlfunktion bei Alzheimer neue therapeutische Ansatzpunkte identifiziert werden. 

Zu den ausgewählten Publikationen von Prof. Dr. Edbauer

 

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