Prof. Dr. Michael T. Heneka

Alzheimer Forschungspreis 2014: Prof. Dr. Stefan F. Lichtenthaler und Prof. Dr. Mikael Simons
 

Prof. Dr. Michael T. Heneka

 

Projektbeschreibung

Prof. Dr. Heneka erhält den Forschungspreis in Anerkennung seiner Erfolge bei der Kombination von klinischer Forschung mit exzellenter Grundlagenforschung, denn die Förderung klinischer Forschung ist ein großes Anliegen der Breuer-Stiftung. Heneka ist weltweit führend auf dem Gebiet der Neuroinflammation und konnte erst kürzlich in einer spektakulären Publikation in dem Fachmagazin „Nature“ zeigen, dass die Unterbindung einer Entzündungsreaktion im Gehirn von Alzheimer-Mäusen nicht nur die Pathologie in den Mäusen verhindert, sondern auch deren Gedächtnisverlust aufhält. Die Bedeutung dieser Ergebnisse ist unschätzbar, da alle menschlichen Alzheimer-Fälle Entzündungen im Gehirn zeigen – ein Vorgang, der bisher viel zu wenig beachtet wurde. Seine Arbeiten haben ein hohes Potential für zukünftige therapeutische Ansätze.

 

Curriculum vitae

Prof. Dr. Heneka ist leitender Neurologe des interdisziplinären Klinischen Behandlungs- und Forschungszentrums (KBFZ) für neurodegenerative Erkrankungen am Universitätsklinikum Bonn.

Michael Heneka schloss das Studium der Humanmedizin 1996 an der Unviersität Tübingen ab. Seine Promotion erfolgte 1998 am Institut für Pharmakologie und Toxikologie zum Thema „Die Wirkung von polymerisiertem Hämoglobin auf kardiovaskuläre und renale Parameter im septischen Schock“. Danach arbeitete er als Postdoc im Labor von Prof. D.L. Feinstein, University of Illinois at Chicago, Chicago, USA. Im Jahr 2002 wurde er Facharzt für Neurologie, 2003 habilitierte er an der Universität Bonn im Fach Neurologie zum Thema „Entzündliche Mechanismen der Alzheimer-Erkrankung: Charakterisierung und Entwicklung therapeutischer Strategien“.

Nach einer Fellowship im Department of Neurosciences, Case Western Reserve University, Cleveland, USA im Labor von Prof. K. Herrup und Prof. G.E. Landreth ist kehrte er 2004 nach Bonn zurück und arbeitete zunächst als Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Neurologie.

Im gleichen Jahr erhielt er den Ruf auf eine Universitätsprofessur (C3) für Molekulare Neurologie an der Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster, wo er von 2004 bis 2008 arbeitete. In dieser Zeit leitete er die Abteilung für Molekulare Neurologie und die Demenzsprechstunde am Universitätsklinikum MS. 2008 wurde Michael Heneka als Universitätsprofessor (W3) für Klinische Neurowissenschaften an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn berufen. Seit 2010 ist Prof. Heneka neurologischer Leiter der gemeinsamen Neurologisch-Psychiatrischen Gedächtnisambulanz der Kliniken für Psychiatrie und Neurologie (Klinisches Behandlungs und Forschungszentrum, KBFZ), Universitätsklinikum Bonn.

Nebens seiner Forschungs-, Begutachtungs- und Lehrtätigkeiten ist Prof. Heneka Leiter der Klinischen Forschergruppe 177 (DFG), Vorstandsmitglied des BMBF Kompetenznetzwerks „Degenerative Demenzen“ (KNDD) und Mitglied der Bonfor-Kommission. Er ist zudem Organisator der Tagung „Venusberg Meeting on Neuroinflammation“, die alle 2 Jahre stattfindet.

2011 erhielt er den Christa-Lorenz-Preis für ALS Forschung.

Zu den ausgewählten Publikationen von Prof. Dr. Heneka

 

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