Vom Schulchen zum StattHaus

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Vom „Schulchen“ zum „StattHaus“ – eine kurze Historie

 

Das StattHaus in der Geleitsstraße 94 steht leicht zurückgesetzt und wirkt daher zunächst etwas unscheinbar. Einige Offenbacher sagen sogar, es werde aufgrund seiner dezenten und etwas schüchternen Erscheinung komplett übersehen. Auch den großen und momentan noch verwilderten Garten entdeckt man erst, wenn man um die altehrwürdige Villa mit der etwas verwitterten Fassade herumgeht. Dabei ist das Gebäude ein kleines Juwel mit einer langen und bewegten Geschichte. An Wänden, Türen und Regalen hängen noch Bilder aus der Zeit, als das Haus ein Lyzeum, ein altes Schulhaus war. Insgesamt blickt die denkmalgeschützte Villa auf eine über 110-jährige Geschichte zurück. Die wichtigsten – und noch nachvollziehbaren Stationen – im Überblick:

1898 – Die Villa wird als Schulneubau errichtet. Eigentümer sind Luise Heintzenberg und ihre Mutter. 

1899 – Umzug der 1841 gegründeten und 1889 von Luise Heintzenberg übernommenen privaten Mädchenschule „Schulz´sches Mädcheninstitut“ von Hausnummer 78 zu 94. Auch die Eigentümerinnen wohnen in dem Gebäude.

1913 – Auflösung des Instituts und Verkauf der Villa an die Stadt Offenbach. Im Ersten Weltkrieg werden dort Ämter untergebracht, nach Kriegsende werden 1924/25 untere Jahrgangsklassen des Lyzeums unterrichtet.

1934 – In das „Schulchen“, wie das Haus oft genannt wird, zieht das Volksbildungswerk inklusive seiner Geschäftsstelle ein. 

1939-1945 – Der Schulbetrieb wird immer mehr eingeschränkt, die Kriminalpolizei nach und nach zum Hauptnutzer des Hauses. Im Keller werden Arrestzellen eingebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg zieht bis 2003 eine Erziehungsberatungsstelle in die Villa ein. Von 2003 bis 2010 steht die denkmalgeschütze Villa leer.

August 2011 – Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung aus Frankfurt kauft die Villa, um in ihr ein Demenzkompetenzzentrum zu errichten.

 

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