StattHaus aktiv – Rückblick

Zwischen Liebe und Wut
 

„Zwischen Liebe und Wut“

Am 24. April lud das StattHaus ins benachbarte Boxcamp Offenbach (Foto) zur Informationsveranstaltung "Zwischen Liebe und Wut" ein. Der Titel ließ schon erahnen, dass es um ständige Balance ging - einerseits die zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung, andererseits jene zwischen Wahrung der Würde und den Aggressionen, die fast unweigerlich auftreten, wenn eine Demenz fortschreitet.

Etwa 70 interessierte Besucher hatten sich in der zweiten Etage des Boxcamps eingefunden, um Fragen zu stellen, Antworten zu finden, eigene Erfahrungen einzubringen und Tipps auszutauschen. Der zunächst ungewöhnlich anmutende Ort entpuppte sich sehr rasch als charmante und kreative – und vor allem passende – Lösung für das Thema. Wie Zuschauer eines Boxkampfs saßen die Gäste um den Trainingsring herum, in den als erstes Roland Bergfeld als Vorstand der Stiftung stieg, um die Gäste zu begrüßen.

Anschließend beleuchtete Frau Dr. Gisela Bockenheimer-Lucius in einem Fachvortrag medizinisch-ethische Aspekte im Umgang mit der Demenz und zeigte auf, wie ein würdevolles, gewaltfreies und sinnvolles Miteinander von Betroffenem und Betreuenden funktionieren kann. Sie machte bewusst, dass bei jeder Entscheidung hinterfragt werden müsse, ob diese im Sinne des Betroffenen sei und dass dessen Rechte geachtet werden müssten. Zudem gab sie mit Beispielen Hilfestellung für den Alltag und ermunterte zu einer achtsamen Beobachtung.

Viele zustimmend nickende Köpfe im Publikum gab es, als Margot Unbescheid, die seit Jahren ihren Vater betreut und ein Buch geschrieben hat („Alzheimer: Das Erste-Hilfe-Buch“), von ihren Erfahrungen berichtete. Erfahrungen, die viele der Besucher ebenfalls erlebt hatten - wodurch eine rege Diskussion entstand. Das Gefühl, mit den Problemen nicht alleine zu sein, fand hier seinen Platz. Die Gespräche wurden nach Ende der Veranstaltung in geselliger Atmosphäre weitergeführt.

Außerdem fand statt: Vierter "Marktplatz für gute Geschäfte"

Am 29. März fand in der IHK Offenbach der Vierte „Marktplatz für gute Geschäfte“ statt. Knapp 40 gemeinnützige Organisationen trafen sich an diesem Nachmittag, um in Form einer Tauschbörse Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen der Netzwerkarbeit war dies auch für das StattHaus eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. In den kommenden Wochen und Monaten sollen die daraus gewonnenen Kontakte gepflegt und konkretisiert werden.

 

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