StattHaus-Newsletter Dezember 2013

Spenden & Helfen

Inhalt

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

vor knapp zwei Wochen war es soweit: Wir konnten Richtfest feiern. Nach langen Monaten aufwändiger Sanierungsarbeit und immer wieder neuen Rückschlägen mit daraus folgenden Zeitverzögerungen gibt dieser Schritt zum Jahresende Zuversicht und Motivation für 2014. Nicht nur alle an der Sanierung beteiligten Personen sind froh, dass die Rohbauphase mit der kompletten Neuerrichtung des Dachstuhls abgeschlossen ist und es nun an den Innenausbau und die Einrichtung gehen kann. Insbesondere die Nachbarn rund ums StattHaus hatten im Sommer mit zum Teil erheblichen Lärm- und Staubbelästigungen zu kämpfen. Dies bitten wir auch an dieser Stelle noch einmal zu entschuldigen und bedanken uns für diese „mittragende“ Leistung und Leidensfähigkeit! Im Laufe des Jahres konnte ein regelmäßiger Kommunikations- und Informationstransfer aufgebaut werden, über den die direkt betroffenen Personen im Vorfeld über anstehende Maßnahmen am Haus informiert werden.

Inhaltlich geht es parallel mit dem Aufbau der zukünftigen Wohn-Pflegegruppe voran. Hier steht unter anderem die Suche nach einem geeigneten Pflege- und Betreuungsdienst an. Zum Stand der Dinge lesen Sie bitte den Artikel in diesem Newsletter sowie ein Interview mit der ersten „WG-Patin“. Zudem berichten wir über unsere Aktivitäten und stellen Ihnen unsere „Neuen“ im Kreise der freiwilligen Helfer vor. Dazu gibt es wieder Tipps, Informationen und Anregungen für Betroffene, Pflegende und Begleitende. Die Termine des ersten Halbjahres 2014 finden Sie ebenso wie einen kleinen Aufruf in eigener Sache.

Zum Jahresabschluss bedanken wir uns bei allen bisherigen Unterstützern ganz herzlich und wünschen ihnen und den Lesern erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre Newsletter-Redaktion

 

Wohngruppe bereitet Einzug ins StattHaus vor

Foto einer Angehörigengruppe bei der Vorbereitung zum Einzug

© StattHaus

 

Bevor das StattHaus das neue Zuhause für neun an Demenz erkrankte Menschen werden kann, bedarf es nicht nur bezugsfertiger Räumlichkeiten, sondern auch einer sorgfältigen Vorbereitung. Im Gegensatz zur stationären Versorgung gelten für und in selbstverantwortlich geführten ambulant betreuten Wohn-Pflegegruppen besondere Rahmenbedingungen. Was zeichnet Demenz-Wohngemeinschaften aus? Welche Qualitätsmerkmale liegen dem Konzept zugrunde? Welche Aufgaben haben Angehörige, Pflegedienst, Vermieter und freiwillige Bürgerhelfer?

 

Interview mit der ersten WG-Patin

Rosemarie Bodenburg ist erste WG-Patin im StattHaus. In dem Interview äußert sie sich zu Ihrer neuen Tätigkeit und den damit verbundenen Herausforderungen.

 

StattHaus aktiv – Rückblick 2013

StattHaus-Stand bei der Seniorenbörse

© StattHaus

 

Auch im zweiten Halbjahr 2013 gab es zahlreiche Gelegenheiten, das StattHaus in Offenbach zu präsentieren und das geplante Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Bevölkerung bekannt zu machen. Lesen Sie zu unserem Engagement beim "4. Informationsseminar „Mit Demenz leben“", beim Welt-Alzheimertags am 21.9.2013, beim Schnupperkurs TanDEM-Yoga für Betroffene und deren Angehörige und vielen weiteren Veranstaltungen.

 

Das StattHaus unterwegs

Fachtagung „Aufbau von Senioren- und Generationenhilfen – Lernen aus acht hessischen Modellregionen“

© StattHaus

 

Am 29.8.2013 nahmen die StattHaus-Leiterin Jutta Burgholte-Niemitz und Tanja Sand an der Fachtagung „Aufbau von Senioren- und Generationenhilfen – Lernen aus acht hessischen Modellregionen“ in Bad Hersfeld teil. Darüberhinaus war das StattHaus auf der Fachmesse REHACARE in Düsseldorf präsent und wurde als zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Demenz in den Seniorentreffpunkten von Offenbacher Stadtteilen vorgestellt.

 

Aus dem Netzwerk

Am 28.8.2013 fand das Kick-off-Treffen des neu gegründeten „Netzwerks der ambulanten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz in Hessen“ (kurz: Hessen AG amb WG) statt. Jutta Burgholte-Niemitz hatte das Netzwerk gemeinsam mit anderen WG-Initiatoren ins Leben gerufen, damit man sich untereinander auszutauschen und über aktuelle Entwicklungen informieren kann.

Weiterhin aktiv war der Initiativkreis (IK) Demenz, in dem verschiedene Akteure aus Offenbach die Situation von Menschen mit Demenz, bestehenden wie benötigten Hilfe- und Betreuungsstrukturen analysierten, um daraus folgernd Maßnahmen anregen oder ergreifen zu können.

 

Wir stellen vor

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere neuen – aber an alle bereits seit längerem aktiven – Mithelferinnen und Mithelfer vorstellen und diesen für das bisher geleistete Engagement und die Zeit, die sie dem StattHaus geschenkt haben bedanken.

 

Service & Tipps

„Wenn das Gedächtnis nachlässt“

Ratgeber für die häusliche Betreuung demenziell erkrankter Menschen; herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit und bestellbar über publikationen@bundesregierung.de oder telefonisch über 01805 / 778090 (14 Cent aus den deutschen Festnetzen, 42 Cent aus den Mobilfunknetzen)

Publikationen der Landesinitiative Demenz-Service NRW

„Wie geht es Ihnen?“ Konzepte und Materialien zur Einschätzung des Wohlbefindens von Menschen mit Demenz

„Hilfen zur Kommunikation bei Demenz“

„Wohnraumanpassung bei Demenz“

Diese werden bis zu einer Stückzahl von 5 kostenlos an Adressen außerhalb von Nordrhein-Westfalen verschickt. Informationen zu den vorgestellten Heften, weitere Links und Publikationen sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie auf www.demenz-service-nrw.de.

„AFi-KiDS wissen mehr - Für Kinder und ihre Eltern“

Altersgerechte Alzheimer-Aufklärung im Comic-Stil; kostenfrei bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., www.alzheimer-forschung.de, Rubrik Aufklärung & Ratgeber, per E-Mail info@alzheimer-forschung.de oder unter der Telefonnummer 0211 / 86 20 66 0.

Entdeckt auf der Messe REHACARE: Therapie-Matratze „Thevo-Vital“

für Menschen mit Demenz von Thomashilfen; laut Hersteller sorgt die speziell angefertigte Matratze mit Flügelfedern und einer Demenzfederung für ein schlafförderndes Liegegefühl, eine verbesserte Körperwahrnehmung und eine gute Orientierung im Bett; auch der Angehörige profitiert davon, da nächtliches Umherwandern vermindert wird und die Betroffenen ausgeschlafener und ausgeglichener am Tag sind. Diese wiederum erfordert weniger Schlafmittel. Weitere Informationen auf www.thomashilfen.de.

 

Publikumspreis – unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme!

Wir haben uns für den Aspirin Sozialpreis der Bayer Care Foundation, der Bayer-Stiftung soziales Engagement, beworben. Dieser wird an innovative gemeinnützige Projekte und Initiativen vergeben, die durch Hilfs- und Beratungsangebote im Bereich Gesundheit wirksame Hilfe für Menschen leisten und dabei neue Ideen oder Wege verfolgen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit Ihrem Online-Voting unsere Chance erhöhen, den Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro zu gewinnen. Das Geld möchten wir für den Ausbau und die Kommunikation unseres Beratungs- und Gesundheitsangebots, Qualifizierungsmaßnahmen für unsere Bürgerhelfer sowie die Umsetzung von verschiedenen Aktionen verwenden. Ab sofort bis zum 31. Januar 2014 können Sie per Online-Voting für uns abstimmen. Hier geht es zu unserer Projektvorstellung und dem Online-Voting:

https://www.aspirin-sozialpreis.de/?p=4337#voting

Vielen Dank!
 

 

Termine

4.3. bis 15.4.2014 – Informationsseminar „Mit Demenz leben“

Der Kurs findet im Frühjahr 2014 zum 5. Mal statt. Er richtet sich an pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz, beruflich oder ehrenamtlich Tätige und Interessierte. An sieben Abenden geht es darum, Menschen mit Demenz und die Erkrankung selbst besser zu verstehen und zu erfahren, welche Umgangs- und Kommunikationsformen sowie weitere Maßnahmen bei der Begleitung und für das alltägliche Miteinander förderlich sind. Neben medizinischen Aspekten wie Symptomerkennung, Diagnostik und Therapieformen wird über wichtige rechtliche Fragestellungen wie Pflegeversicherung und Vorsorgevollmachten sowie das örtliche Hilfenetz informiert. Darüber hinaus werden auch Themen wie Abschied und Loslassen angesprochen sowie Möglichkeiten zur eigenen Entlastung vorgestellt.

Veranstaltungsort: Berliner Straße 60 (Stadthaus), 11. Stock

Anmeldungen sind ab sofort unter der E-Mail-Adresse statthaus-of@breuerstiftung.de oder telefonisch unter 069/2030-5546 möglich.

18.3. bis 27.6.2014 – Qualifizierung WG-Moderator/in

In Kooperation mit der Paritätischen Akademie Süd bietet das StattHaus der Hans und Ilse Breuer-Stiftung einen Kurs für zukünftige Initiatoren und Begleiter ambulant betreuter Demenz-Wohngruppen an. Zielgruppe sind Initiatoren künftiger ambulant betreuter Wohngemeinschaften, interessierte Angehörige, Mitarbeiter von Wohnungsbaugesellschaften, Vermieter von Wohnraum, Pflegedienstmitarbeiter und Mitarbeiter von Krankenkassen. Das Seminar ist in 4 Blöcke à 2 Seminartage eingeteilt und findet in Heidelberg statt. Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei Jutta Burgholte-Niemitz und Michaela Stollreiter, die das Seminar durchführen und auf der Website der Paritätischen Akademie Süd: http://www.akademiesued.org/bildungsangebote/detail/seminar/2119146.html

Für Ende Januar ist zudem wieder ein Bewegungs- und Entspannungsangebot für Betroffene und/oder ihre Angehörigen geplant – Interessenten können sich gerne jetzt schon bei uns melden, die genauen Termine erhalten Sie dann von uns, sobald diese feststehen.

Gerne weisen wir auch auf zwei Veranstaltungen der Ökumenischen Hospizbewegung Offenbach hin: Ab dem 14.01.2014 findet einmal im Monat das „Ge(h)spräch“ statt. Zu diesem Spaziergang, in dem Menschen sich austauschen und dabei Entlastung erfahren können, lädt die Hospizbewegung Trauernde und Interessenten ein. Zudem lädt die Hospizbewegung ab dem 29.01.2014 monatlich zum kostenlosen „Offenen Treff für Trauernde“ ein. Anmeldung und Informationen unter 069 / 800 87 998 bei Frau Christine Bernhard.

Bei Fragen zum StattHaus wenden Sie sich bitte an Jutta Burgholte-Niemitz unter 069 / 2030 5546 oder j.burgholte-niemitz@breuerstiftung.de.

 

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