Wohngruppe bereitet Einzug ins StattHaus vor

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Wohngruppe bereitet Einzug ins StattHaus vor

Foto einer Angehörigengruppe bei der Vorbereitung zum Einzug

© StattHaus

 

Bevor das StattHaus das neue Zuhause für neun an Demenz erkrankte Menschen werden kann, bedarf es nicht nur bezugsfertiger Räumlichkeiten, sondern auch einer sorgfältigen Vorbereitung. Im Gegensatz zur stationären Versorgung gelten für und in selbstverantwortlich geführten ambulant betreuten Wohn-Pflegegruppen besondere Rahmenbedingungen. Was zeichnet Demenz-Wohngemeinschaften aus? Welche Qualitätsmerkmale liegen dem Konzept zugrunde? Welche Aufgaben haben Angehörige, Pflegedienst, Vermieter und freiwillige Bürgerhelfer? Diese und andere Fragen werden seit einem Jahr bei regelmäßigen Treffen in der Gruppe der WG-Interessenten besprochen. Darüber hinaus werden sie über rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen aufgeklärt, aber auch eigene Ziele, Vorstellungen und Erwartungen an das zukünftige Gemeinschaftsleben im Gespräch gemeinsam bearbeitet. „Im Laufe des Jahres und nach nunmehr sieben Treffen hat sich ein stabiler Kern von sieben Familien herauskristallisiert, die den Aufbau der Wohngemeinschaft maßgeblich prägen und tragen. Das ist natürlich toll und zeigt, dass Menschen diese Alternative zum Heim sehr attraktiv finden, selbst wenn – oder gerade weil – sie sich länger und intensiv auf diese neue und natürlich einschneidende Lebensphase vorbereiten können“, so Jutta Burgholte-Niemitz, die als Projektleiterin den Umzug in die WG begleitet und von den ehrenamtlichen Helferinnen Michaela Stollreiter und Rita Stoltz unterstützt wird. „Es sind aber noch nicht alle Plätze fest vergeben, außerdem kann sich die Gruppe selbst bis kurz vor dem Umzug aus unterschiedlichen Gründen verändern. Von daher besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich unverbindlich zu einem der nächsten Treffen anzumelden.“ Diese werden jeweils auf der Stiftungs-Homepage bekannt gegeben. Das nächste Treffen ist am 28. Januar 2014.

Aktuell besteht die nächste Aufgabe der Interessentengruppe in der Auswahl eines geeigneten Anbieters von ambulanten Pflege- und/oder Betreuungsleistungen. Dazu wird ein für die Branche ungewöhnlicher Weg gewählt. Über eine Ausschreibung möchten die Angehörigen den Pflegediensten in und um Offenbach die Möglichkeit geben, ein Angebot abzugeben. Um sich einen ersten Eindruck vom StattHaus und der Angehörigengruppe machen zu können, waren dazu am 26. November 2013 über 20 Vertreter von 15 ambulanten Pflegediensten der Einladung ins Offenbacher Rathaus gefolgt. Hier präsentierte Projektleiterin Jutta Burgholte-Niemitz zunächst Hauspläne mit den Räumlichkeiten und damit verbundene Rahmenbedingungen, die für die spätere Tätigkeit relevant sein werden. Darüber hinaus erhielten die anwesenden Pflegedienste einen ersten Einblick in die gewünschten und geforderten Leistungen. Bis Mitte Januar haben die Pflegedienste nun Gelegenheit, ihr Betreuungskonzept einzusenden und ein Angebot abzugeben, bevor es danach in die engeren Absprachen mit der Angehörigengruppe geht. Ziel ist es, einen oder mehrere Anbieter zu finden, die gemeinsam mit den Angehörigen und ehrenamtlichen Bürgerhelfern – den sogenannten WG-Paten – dazu beitragen möchten, die Alltagskompetenz und Lebensqualität der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten. 

 

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