StattHaus-Newsletter Dezember 2014

Spenden & Helfen

1. Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

wie die meisten von Ihnen wissen, hat die geplante Eröffnungsfeier des neuen Demenzzentrums im September aufgrund weiterer notwendiger Sanierungsmaßnahmen nicht wie erhofft stattfinden können. Eine Tatsache, die für alle, die daran beteiligt waren und sich im Vorfeld dafür eingesetzt und bereits einiges an Organisationsarbeit geleistet haben, zunächst schwer zu verdauen war. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön für den erbrachten Einsatz! Unser Dank geht besonders an die Personen, die uns mit Verständnis für die Entscheidung begegnet sind, zumal sich viele den Termin freigehalten hatten.

Wir schauen jetzt auch auf zahlreiche positive Entwicklungen und schöne Erlebnisse zurück. So sind am 1. November die ersten Mieter mit Demenz in die ambulant betreute Wohngemeinschaft in der Geleitsstraße 94 eingezogen, das Pflegedienst-Team hat seine Arbeit aufgenommen und die Angehörigengruppe ist dabei, die erste Weihnachtsfeier in der WG zu organisieren. Nach langen Monaten des Wartens und Vorbereitens freuen sie sich, dass sich ihre Angehörigen in der Wohngemeinschaft bereits nach kürzester Zeit wohlfühlen und sie nun den Alltag gemeinsam mit ihnen und dem Pflegedienstteam gestalten können.

Darüber hinaus wurden in diesem Jahr viele unserer Ideen, die zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und deren Familien beitragen sollen, angegangen und befinden sich teilweise bereits in der Umsetzung. Bewährte Angebote wie das Informationsseminar für Angehörige wurden erneut sehr gut angenommen und zeigen, dass ein steigender Bedarf nach Aufklärung und konkreter Unterstützung vorliegt und die Hemmschwelle, Hilfe anzufragen, glücklicherweise abnimmt. Zwei Förderprojekte – die „Anlaufstelle für ältere Menschen“ sowie der Aufbau einer „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ sind ebenfalls gestartet und werden im nächsten Jahr fortgeführt.

Zu den Veranstaltungen und Angeboten für Betroffene und deren Familien, die im ersten Halbjahr 2015 geplant sind, lesen Sie mehr in diesem Newsletter im Kapitel „Termine“. Ein weiterer Flyer mit allen Veranstaltungen in Offenbach ist ebenfalls erschienen und kann entweder als PDF per Mail oder als Druckversion angefragt und verschickt bzw. bei verschiedenen Stellen mitgenommen werden. Für Informationen dazu stehen wir gerne zur Verfügung.

Zudem möchten wir uns für die Sach-, Geld- und Zeitspenden von Herzen bedanken, die dem StattHaus seitens Privatpersonen, aus dem Helferkreis und dem Rotary Club Offenbach sowie einer Delegation aus Korea für die Wohngruppe und die Betroffenenhilfe der Hans und Ilse Breuer-Stiftung eingesetzt werden.

Allen Lesern, Unterstützern, freiwilligen Helfern und Netzwerkpartnern eine geruhsame und erfüllte Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr

wünscht das StattHaus-Team im Namen der Hans und Ilse Breuer-Stiftung
 

 

2. Erste Mieter ins StattHaus eingezogen

 

Das erste Weihnachtsfest im StattHaus – für die Angehörigen und Mieter der ambulant betreuten Wohngemeinschaft ist dies sieben Wochen nach dem Einzug ein erster echter Meilenstein und Anlass, um viele schöne, aber auch schwierige und traurige Ereignisse sowie Herausforderungen zu reflektieren. Immerhin haben sich Angehörige teilweise über ein Jahr auf diesen Einzug vorbereitet, so dass insbesondere sie glücklich sind, dass ihre Angehörigen nun gemeinsam mit anderen Betroffenen in der WG leben und ihren Alltag mit Unterstützung des Pflegeteams und freiwilligen Helfern gemeinsam meistern können.

 

3. „Es ist ein Geben und Nehmen“

Interview mit M.R. und V.R., zwei der ersten MieterInnen in der StattHaus-WG, über ihre Erfahrungen in der Wohngemeinschaft.

 

4. StattHaus aktiv – Rückblick

 

Wir berichten über das Herbstseminar "Mit Demzent leben", die Auftaktwoche der "Anlaufstelle für ältere Menschen", den Besuch einer Koreanischen Delegation im StattHaus und vielem mehr.

 

5. Das StattHaus unterwegs

Auch in diesem Jahr war das StattHaus bei vielen Veranstaltungen dabei, z.B. beim Vortrag im Mehrgenerationenhaus W58.

 

6. Aus dem Netzwerk

Ziel des InitiativKreises Demenz (IK Demenz) war es, 2014 stärker gemeinsame und konkrete Maßnahmen zu planen sowie das Demenz-Netzwerk selbst in der Stadt zu etablieren. Möglich wurde dies durch die Gelegenheit, beim Offenbacher Selbsthilfegruppentag (Bericht siehe vorheriges Kapitel) vertreten zu sein. Zudem wurde aktuell der inzwischen dritte gemeinsame Veranstaltungskalender umgesetzt, in dem Veranstaltungen rund um ein Leben mit Demenz zusammengefasst und auf einen Blick ersichtlich sind. Wer sich für Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2015 zum Thema Demenz interessiert, kann den Flyer direkt bei uns anfordern oder unter Termine als PDF herunterladen. Er liegt jedoch auch bei den einzelnen Organisationen sowie an öffentlichen Stellen wie beispielsweise am Empfang Stadtverwaltung in der Berliner Straße 60 aus.

Für 2015 hat sich das Netzwerk unter anderem vorgenommen, durch weitere gemeinsame Aktivitäten auf die Situation von Menschen mit Demenz und deren Familien aufmerksam zu machen, flexible Hilfe zu bieten und die lokale Allianz weiterzuentwickeln.

 

7. Wir stellen vor

 

Ab dem 1. Februar 2015 wird Marina Koll einen Bundesfreiwilligendienst im StattHaus antreten. Die Rechtsanwältin interessiert sich seit vielen Monaten für dieses freiwillige Engagement und nahm zunächst am Frühjahrsseminar für Angehörige und Interessierte teil. Seitdem engagiert sie sich ehrenamtlich für das StattHaus. Ihr Motiv: „Ich möchte den Menschen mit Demenz eine schöne Zeit bescheren. Das kann Kartenspielen oder auch ein Museumsbesuch oder anderweitige Aktivitäten sein“ Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes wird sie darüber hinaus weitere ambulante Angebote mit aufbauen und in der Cafeteria unterstützen.

 

8. Und sonst?

 

 

Wir sagen herzlich DANKE!

… dem Rotary Club Offenbach für die Spende von zwei Pflegesesseln für die ambulante Wohngemeinschaft im Wert von 1.500 Euro.

Frau und Herrn Rathgeber für die Spendensammlung anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit. 465 Euro kamen zusammen, die der ehemalige Seminarteilnehmer gemeinsam mit seiner Frau dem StattHaus zur Unterstützung der Betroffenenhilfe aushändigte.

… unserer ersten WG-Patin Rosemarie Bodenburg für die Spende eines neuen mehrteiligen Topfsets im Wert von 240 Euro, das sie der WG zur Verfügung stellt.

Jutta Steingruber für zwei Kisten gut erhaltene Bücher für die zukünftige Cafeteria.

 

Außerdem …

… freuen wir uns immer über freiwillige Helfer für verschiedene Bereiche im StattHaus, aktuell insbesondere für:

  • die ambulante Wohnpflegegruppe (für Spaziergänge, Spiele, Einzel- oder Gruppenaktionen, Unterstützung der Angehörigen bei der Organisation …)
  • das Bewegungsangebot (zur Unterstützung unserer Yoga-Lehrerin bei ihrem wöchentlichen Bewegungsprogramm für Menschen mit Demenz)
  • die Cafeteria (ab ca. Frühjahr 2015
  • die Verwaltung (administrative Tätigkeiten, z.B. Adressen eingeben, Verteiler prüfen, Ordnen und Sortieren, ggf. Unterstützung bei Veranstaltungsorganisationen)
     
 

9. Service & Tipps

Auch diesmal haben wir Ihnen interessante Bücher und andere Quellen zusammengestellt, die wir hier gerne vorstellen möchten:

 

10. Termine

05.02.2015 von 10.00 – 11.00 Uhr
„Herz und Hände in Bewegung bringen – mit Musik(instrumenten) Menschen mit Demenz begleiten“

Ein kleiner Workshop für Personen, die Menschen mit Demenz begleiten, wie Pflege- und Betreuungskräfte, freiwillige Helfer, Angehörige, Interessierte in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus „W58“. Referentinnen: Heidi Evers und Barbara Siegel-Semjan

09.02.2015 von 17.00 – 19.00 Uhr
„100 Tage StattHaus-WG“

Angehörige der neu gegründeten ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in der Geleitsstraße 94 berichten aus ihrem Alltag sowie den Herausforderungen bei Aufbau und Organisation der innovativen Wohnform. Eintritt frei, mit Bitte um Anmeldung.

17.02.2015 bis 31.03.2015, jeweils dienstags von 17.00 – 19.00 Uhr
„Mit Demenz leben – mehr wissen, besser (be)handeln“ Informationsseminar für Angehörige und Interessierte

7-teilige Seminarreihe mit folgenden Inhalten: Medizinische Grundlagen (Symptome, Diagnostik, Therapie), Innensichten und daraus folgende Umgangs- und Kommunikationsformen, Alltagsbeschäftigung und Aktivitäten, Selbstsorge für Angehörige und Pflegende, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügung, Abschied und Trauer, Informationen zu örtlichen Unterstützungsangeboten. Teilnahme kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

19.02.2015 von 16.00 – 17.00 Uhr
„Den Pinsel tanzen lassen – Malen nach Musik“

Ein Workshop für alle Sinne, bei dem Menschen mit Demenz ihre Gefühle, Gedanken und Ideen spielerisch auf die Leinwand bringen können. Zur Stärkung kreativer Kräfte und der Lebensfreude. In Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus „W58“. Referentinnen: Heidi Evers und Barbara Siegel-Semjan. Bitte anmelden.

26.02.2015 um 17.30 Uhr
Gesund älter werden – worauf achten mit 60, 70, 80, 90 …

Vortrag von Frau Dr. Haddadi, Chefärztin in der Abteilung Geriatrie des Ketteler Krankenhaus zu „typischen“ Erkrankungen, mit denen älter werdende Menschen zu tun haben und wie eine sinnvolle Prävention aussehen kann. Unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Veränderungen. Eintritt frei

19.03.2015 18.00-19.30 Uhr
Demenz: Was kann ich tun – als Betroffener, Angehöriger, Nachbar, Bürger?

Gemeinsame Veranstaltung des Demenzzentrum StattHaus mit der Offenbacher Arbeitsgemeinschaft für Selbsthilfegruppen. In einem einführenden Impulsvortrag geht es um Fragestellungen wie „Was bedeutet die Diagnose Demenz?“ „Wie geht es mit mir bzw. meinem Angehörigen weiter?“ „Wo finde ich Hilfe und/oder andere Betroffene?“ Es ist der Start einer neuen Veranstaltungsreihe in der vhs in Kooperation der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich (AG-SHGiG) und dem Selbsthilfebüro Offenbach. Referentin: Tanja Sand, Projektkoordination Demenzzentrum StattHaus Offenbach. Mit dabei: Tom Schüler, Selbsthilfebüro Offenbach und Rainer Marx, Vorsitzender der AG-SHGiG. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Ort: vhs, Raum E2-02. Keine Gebühr.

Eine ambulante Demenz-WG aufbauen – gewusst, wie!

Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Bausteine für die Gründung und Organisation. Eine Fortbildung für Initiatoren von ambulanten Wohngruppen (Pflegedienste, Träger, Angehörige, freiwillige Helfer u.a.) in Kooperation mit der Paritätischen Akademie Süd.

Termine: 29.-30.04.2015 / 20.-21.05.2015 / 24.-25.06.2015 / 22.-23.07.2015

Veranstaltungsort: Heidelberg, Teilnahmegebühr: 1080 Euro für Mitglieder des Paritätischen, für Nicht-Mitglieder 1240 Euro. Informationen unter 069 / 2030 5546 oder j.burgholte-niemitz@breuerstiftung.de

20.06.2015 von 10.00 – 16.00 Uhr
„Der Demenz offen begegnen – Tag der offenen Tür“

mit Vorträgen, Führungen und Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Darüber hinaus bietet das StattHaus ein regelmäßiges Bewegungs- und Entspannungsangebot jeweils donnerstags von 10.00 – 12.00 Uhr für Betroffene und deren Angehörige an.

Eine Gesprächsgruppe trifft sich jeweils am ersten Dienstag im Monat von 17.00 bis 19.00 Uhr. Interessenten bitte vorher anmelden.

Aktuelle Termine im StattHaus auch auf www.breuerstiftung.de/statthaus-offenbach. Informationen, Fragen und Anmeldungen unter 069 / 2030 5546 oder statthaus-of@breuerstiftung.de.
 

 

Newsletter

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter der Hans und Ilse Breuer-Stiftung bestellen und sich regelmäßig über die Entwicklungen sowie aktuelle Preisträger der Stiftung informieren.