Erste Mieter ins StattHaus eingezogen

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Erste Mieter ins StattHaus eingezogen

Das erste Weihnachtsfest im StattHaus – für die Angehörigen und Mieter der ambulant betreuten Wohngemeinschaft ist dies sieben Wochen nach dem Einzug ein erster echter Meilenstein und Anlass, um viele schöne, aber auch schwierige und traurige Ereignisse sowie Herausforderungen zu reflektieren. Immerhin haben sich Angehörige teilweise über ein Jahr auf diesen Einzug vorbereitet, so dass insbesondere sie glücklich sind, dass ihre Angehörigen nun gemeinsam mit anderen Betroffenen in der WG leben und ihren Alltag mit Unterstützung des Pflegeteams und freiwilligen Helfern gemeinsam meistern können.

 

Der eine oder andere Nachbar im Stadtteil wird den Mietern bereits bei deren regelmäßigen Spaziergängen begegnet sein. Bewegung steht auch bei der Garten- und Hausarbeit sowie Essenszubereitung an. Zudem wird jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr ein Bewegungsprogramm mit Yoga-Elementen angeboten, das auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Demenz abgestimmt wird. Zu diesem Angebot sind ausdrücklich „externe“ Betroffene eingeladen, denn gerade Bewegung gilt als eine der wesentlichen Säulen eines guten Lebens mit Demenz sowie zur Prävention.

Bereits in den ersten Wochen wurden viele Gelegenheiten geschaffen und genutzt, um im Haus und dem neuen Umfeld „anzukommen“ und im Alltag eine so „normale“ Anregung wie möglich zu erhalten. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, ein Dämmershoppen mit selbstgemachtem Punsch, Plätzchen und Musik im nahegelegenen Dreieichpark und die Teilnahme an den Vorträgen und Veranstaltungen im StattHaus tragen dazu bei, dass die Mieter mit Menschen aus dem Umfeld in Kontakt kommen und ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. Es sind aber auch Gelegenheiten, bei denen sich Betroffene und Besucher entspannt begegnen und in Kontakt kommen können.

Noch sind nicht alle Räumlichkeiten bis ins Detail ausgestattet und noch nicht alle Möbel und Utensilien an "ihrem Platz“, aber wer bislang die WG betreten hat, spürt die familienähnliche Atmosphäre, die von allen Besuchern wie Angehörigen und den Mietern selbst als wesentliches Merkmal beschrieben wird. Und wenn eine Mieterin nach erster Skepsis sagt: „Hier bleib` ich“, dann rücken viele Mühen für den Moment in den Hintergrund. Es ist ein Verdienst und Ergebnis des Einsatzes aller am Projekt beteiligter Personen – angefangen von der Stiftung und Projektleitung, über Architekten und Planer, Handwerks- und Lieferfirmen bis hin zum Pflegedienstteam und den Angehörigen, die mit ihrer Entscheidung für eine ambulante WG maßgeblich dazu beitragen, dass das Konzept mit Leben gefüllt wird.

Wer sich für die WG interessiert, kann sich bei Jutta Burgholte-Niemitz melden und einen Besuchstermin vereinbaren.

 

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