Statthaus-Newsletter Oktober 2011

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Inhalt

Vorwort

Der eine oder andere mag sich wundern, dass seit der ersten Informationsveranstaltung im Maßatelier „1001 Naht“ von Yasemin Sönmez am StattHaus noch gar nichts zu passieren scheint. Keine Bagger, die sich am Haus und im Inneren zu schaffen machen, keine Bauarbeiter, keine Sanierungsgeräusche. Seien Sie sicher, die Bagger werden anrücken und der Baulärm auch, denn hinter den Kulissen tut sich schon einiges.

Nach einem Jahr intensiver Öffentlichkeitsarbeit ist das StattHaus in Offenbach angekommen und in den wichtigsten sozialpolitischen Gremien, kooperierenden Vereinen, Institutionen und in der Nachbarschaft bekannt. Mit bedeutsamen Kooperationspartnern werden erste Absprachen zu gemeinsamen Veranstaltungen in Form von Seminarangeboten und Informationsgesprächen zum Thema Demenz geplant und bereits umgesetzt. Und wer am 21.9.2011 beim Welt-Alzheimertag vor Ort war, konnte sehen und erleben, dass sich – vor allem dank der grandiosen Unterstützung vieler Helfer – auch im StattHaus eine Menge bewegt. Alle Einzelheiten finden Sie im vorliegenden Newsletter.

Doch auch das StattHaus „bewegt“ sich, unter anderem zur 1. Senioren-Infobörse in der Offenbacher Stadthalle sowie zu einer Fachtagung mit dem Thema Beruf und Pflege in den Räumen der EVO. Hierzu finden Sie auch ein Interview mit einer Angehörigen, die ihre Erfahrungen beschreibt.

Wer auf der Suche nach einer Beschäftigungsform mit Betroffenen ist, findet zudem, wie wir finden, schöne Ideen, beispielsweise spezielle Filme für Menschen mit Demenz auf DVD.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Inspiration.

Ihre Hans und Ilse Breuer-Stiftung
 

 

Viele Gesichter beim Welt-Alzheimertag im StattHaus am 21.9.2011

© Jutta Burgholte-Niemitz

 

21. September – seit 1994 der Tag, an dem weltweit mit vielfältigen Aktivitäten auf die unterschiedlichen Formen der Demenz und damit verbundenen Herausforderungen aufmerksam gemacht wird. „Gesichter der Demenz“, so das offizielle Motto für 2011. Das hat das Team vom StattHaus zum Anlass genommen, der noch leer stehenden Villa Leben einzuhauchen und die verschiedenen Gesichter aus und von Offenbach sowie der Umgebung zu präsentieren.

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Fachtagung „Beruf und Pflegeverantwortung vereinbaren“ am 8.9.2011

© Jutta Burgholte-Niemitz

 

Einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, gleichzeitig jeden Tag fit im Büro erscheinen und 100 Prozent Leistung bringen – auf Dauer kaum möglich. Im Zuge der demografischen Entwicklung stellt das Thema Berufstätigkeit und Pflege nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmen vor besondere Herausforderungen. In Offenbach haben sich hierzu seit 2010 das DGB Bildungswerk Hessen und die Stadt zusammengeschlossen, um gemeinsam mit lokalen Akteuren darüber zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden. So auch am 8. September. Da diese Problematik auch bei Demenz besteht – oft noch drastischer weil unplanbar – nahm Jutta Burgholte-Niemitz als Gast an der Fachtagung in den Räumen der EVO AG teil. Als Vorreiterunternehmen beschäftigt sich der lokale Energieversorger bereits seit längerem mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, erhielt dafür 2009 für sein Engagement das Zertifikat „Audit Beruf und Familie“ der Hertie-Stiftung.

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1. Senioren-Info-Börse am 24./25.9.2011

© Colori Eventagentur (Rechte liegen vor)

 

Die Stadt Offenbach bereitet sich auf die zunehmend älter werdende Bevölkerung und ihre Bedürfnisse vor. Wie das funktionieren kann und welche Angebote es in der Stadt gibt, zeigte die erste Info-Börse für Senioren. Dass dabei das Thema Demenz nicht fehlen durfte, war selbstverständlich. Also hieß es auch für das StattHaus: auf zur Stadthalle und Stand mit Plakaten, Flyern und anderem Informationsmaterial aufbauen. Zwei Tage lang klärte Jutta Burgholte-Niemitz gemeinsam mit Rita Stoltz, ehrenamtliche Mitarbeiterin im StattHaus über die Idee zum geplanten Demenzkompetenzzentrums auf, knüpfte Kontakte und zeigte sich von den Offenbachern erneut begeistert. „Ich habe wie schon in den letzten Monaten, wieder sehr viele neue, engagierte und interessante Menschen kennengelernt“, erklärte sie.

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Besuch im Alzheimerdorf „De Hogewey“ am 27.9.2011

© Jutta Burgholte-Niemitz

 

Ein Dorf, in dem fast ausschließlich Menschen mit Demenz leben – was unrealistisch klingt, wird in Holland seit einigen Jahren praktiziert. Das Alzheimerdorf Hogewey nahe Amsterdam gilt als Vorzeigeprojekt. Ein Grund, warum Jutta Burgholte-Niemitz sich dieses außergewöhnliche Projekt genauer anschauen wollte. Zunächst skeptisch, ob und wie so etwas funktionieren kann, nahm sie nach dem Besuch vor Ort viele Impulse und wertvolle Erfahrungen mit: „Vor allem freue ich mich über die Haltung der Hausleitung und deren Menschenbild. Respekt und Wertschätzung sind sicht- und spürbar. Die Regie über das eigene Leben und die Erhaltung von hoher Lebensqualität stehen im Vordergrund und Mittelpunkt. Die eigene Häuslichkeit für Menschen mit Demenz sind in Hogewey in Form einer Einteilung von Lebensstilen, größerem Raum, mehr Möglichkeiten der Bewegung und Außenanreize erkennbar.

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Interview mit Frau F., die neben ihrem Beruf jahrelang ihre Mutter gepflegt hat

„Was die Situation besonders schwierig macht, ist zu erkennen: Meine Mutter ist nicht nur ein bisschen vergesslich geworden, sondern unheilbar krank.“

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Interview mit Beate Röschmann, Abteilungsleiterin Personalentwicklung Stadt Offenbach

„Es wird noch einige Zeit dauern, bis für die Unternehmen der Umgang mit der Vereinbarkeit zwischen Beruf und Pflege genauso selbstverständlich geworden ist wie der Umgang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung.“

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Sinne aktivieren, Selbstbewusstsein stärken

© Jutta Burgholte-Niemitz

 

Neue Beschäftigungskonzepte für Menschen mit Demenz

Die Demenzerkrankung ihrer Großmutter Ilse hat Sophie Rosentreter dazu inspiriert, Filme für Menschen mit Demenz zu machen. Gemeinsam mit Experten aus den Fachbereichen Neurologie/Gerontologie, Ergotherapie, Pflegeberatung, Musiktherapie und Psychiatrie hat sie vor drei Jahren begonnen, Filme zu entwickeln, die lange Sequenzen und wenige Schnitte haben und damit den Betroffenen nicht verwirren, sondern ihn fesseln. Es ist ein bislang weltweit einzigartiges Konzept, das es Angehörigen, professionell Pflegenden und ehrenamtlich engagierten Demenzbetreuern leichter macht, die betroffenen Menschen zu aktivieren und ihre Sinne zu wecken, egal ob zu Hause, in Pflegeheimen, in der Tagespflege oder in Betreuungsgruppen.

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Termine

31.10.2011, 16.30 Uhr: Helfertreffen in der Berliner Straße 60

01.11.2011, 19 Uhr: Projektvorstellung StattHaus in der frei-religiösen Gemeinde (Offenbach, Schillerplatz 1)

01.12.2011, 18.00 Uhr: Interkulturelles Seminar: Gesundheit konkret und Zugänge schaffen, in Kooperation mit dem Bereich Selbsthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zum Erscheinungsbild und zur Kommunikation bei Demenz (Stadtteilbüro Mathildenplatz)

In Planung: Seminare für Pflegende und Interessierte, z.B. Frühjahrs-Seminar vom 20.02. - 30.03.2012 um 17:00 Uhr in 6 Seminareinheiten "noch" in der Berliner Straße 60 (Anmeldungen schon möglich). Direkt daran anschließend, ab April 2012, beginnt der Wohn-Gruppen-Aufbau, es gibt bereits die ersten Anmeldungen!

Zum Vormerken:
23.04.2012: Informations-Veranstaltung und Lesung mit Margot Unbescheid, Autorin von: „Alzheimer. Das Erste-Hilfe-Buch“ und Frau Dr. Bockenheimer-Lucius (Einladung folgt im nächsten Newslettter)
 

 

Bei Fragen dazu oder zu anderen Artikeln und Themen rund ums StattHaus wenden Sie sich bitte an Jutta Burgholte-Niemitz unter 069 / 2030 5546 oder j.burgholte-niemitz@breuerstiftung.de.

 

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