Kölnische Rundschau, 9. 10. 2008
Auch 100 Jahre nachdem der Neurologe Alois Alzheimer als erster die Symptome als ein eigenes Krankheitsbild beschrieb, sind Demenzerkrankungen nicht heilbar. „Wir brauchen eine Behandlung, die die Krankheit an der Wurzel packt“, beschreibt der Professor am Adolf-Butenandt-Institut der medizinischen Fakultät in München, Christian Haass, das Problem. Die derzeitigen Therapien im Kampf gegen das Vergessen seien leider nur begrenzt wirksam. Sie zögerten zwar das Fortschreiten von Alzheimer hinaus, könnten aber den Krankheitsverlauf an sich nicht ändern. Trotzdem sei die Forschung weit gekommen, so Haass in dem Artikel und verweist auf hoffnungsvolle Ansätze mit Impfungen gegen Alzheimer, die derzeit noch in Studien erprobt werden.
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Zeit Online, 10. Juli 2008
Alzheimer ist bisher noch unheilbar. Ein neues Medikament könnte dem Verfall des Verstandes möglicherweise bald Einhalt gebieten. Der Alzheimer-Forscher Christian Haass der Ludwig-Maximilian-Universität in München arbeitet an einem neuen Medikament, das den Verfallsprozess in einem sehr frühen Stadium der Krankheit sogar umkehren könne.
Süddeutsche Zeitung, 13. März 2008
Die Ansiedlung des Nationalen Demenz-Forschungszentrums in Bonn sorgt unter Experten für Irritationen. München oder Tübingen würden sich aufgrund von Leistungen auf Weltniveau weitaus besser als Standort und auch als Empfänger der Fördersumme von 40 Millionen Euro eignen. "Das ist rein politisch entschieden worden", empört sich der Münchner Demenz-Forscher Christian Haass gegenüber der Süddeutschen Zeitung. "So kann man mit Steuergeld nicht umgehen."
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Berliner Zeitung, 25. Januar 2008
Rund 1,2 Million Menschen in Deutschland sind an einer Demenz erkrankt. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Patienten nach Schätzungen der Bundesregierung verdoppeln, eine Heilung ist bisher noch nicht möglich. Um die Demenzforschung voranzutreiben, wollen Bund und Länder daher ein Nationales Demenzzentrum errichten. Als geeignete Kandidaten für ein derartiges Zentrum gelten der Chemiker Konrad Beyreuther und sein Kollege, der Biologe Christian Haass, aus München. Sie gelten als Koryphäen ihres Fachs. Haass, Professor für Stoffwechselbiochemie an der Ludwig-Maximilians-Universität, fordert bereits seit Jahren ein nationales Demenzzentrum. Und zwar in Bayerns Landeshauptstadt. "Mein Traum ist ein nagelneues Gebäude in Großhadern, auf jeder Etage eine Krankheit: Alzheimer, Parkinson... Dahin könnte man die Besten locken.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2007
Jeder siebzehnte Deutsche könnte nach Expertenschätzungen im Jahr 2050 an Demenz erkrankt sein. Zur gewaltigen menschlichen Tragödie kommen immense Pflegekosten, die eine geschrumpfte Erwerbsbevölkerung aufbringen muss. Deshalb sind Impfstoffe dringend nötig, die das Gehirn der Älteren vor Demenzen schützen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Doch deutsche Forschungspolitiker und Hochschulstrategen haben bisher kaum etwas getan, um die Demenzforschung zu beflügeln. Die Koryphäen des Gebiets, wie der Heidelberger Chemiker Konrad Beyreuther oder der Münchner Biologe Christian Haass, rackerten sich als Einzelkämpfer ab. Neue Hoffnung gibt daher der Plan der Bundesregierung, ein „Nationales Zentrum zur Bekämpfung von Demenzen“ zu gründen.
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