Betreutes Wohnen, Information und Unterstützung im Demenzzentrum der Hans und Ilse Breuer Stiftung

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Betreutes Wohnen, Information und Unterstützung im Demenzzentrum der Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung plant in Offenbach die Einrichtung einer ambulant betreuten Wohngruppe für Demenzpatienten mit Begegnungsstätte und Informationszentrum für Angehörige und Interessierte

Offenbach, 10. Februar 2011. Die Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung ist eine gemeinnützige Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen zu verbessern. In einem repräsentativen Gründerzeitbau, einem unter Denkmalschutz stehenden früheren Schulgebäude, in der Geleitsstraße im Offenbacher Westend soll bis zum Frühjahr 2012 nach umfangreicher Sanierung auf einem parkähnlichen Grundstück eine Begegnungsstätte und ein Informationszentrum für Demenzkranke und deren Angehörige eingerichtet werden. Darüber hinaus werden im Rahmen einer ambulant betreuten Wohngruppe Wohnplätze für bis zu zehn Demenzpatienten geschaffen.
Ziel dieses Projektes ist es, demenziell erkrankten Menschen sowie deren Angehörigen den Umgang mit einer Demenzkrankheit zu erleichtern.

Neben Informationen und Hilfen für Angehörige soll Demenzkranken mit einer betreuten Wohngemeinschaft eine Alternative zur herkömmlichen Versorgung in Pflegeheimen oder stationären Einrichtungen angeboten werden. „Die Kombination und Zusammenführung von Beratung, Bildung, Leben und Wohnen haben in dieser Form modellhaften Charakter“, erklärt Peter Breuer, der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums.

Wie Offenbachs Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Birgit Simon mitteilt, kann „das in Hessen einmalige Pilotprojekt, das vielfältige Beratungs- und Unterstützungsleistungen rund um das Thema Demenz kompetent unter einem Dach bündelt, vielen Menschen ermöglichen, trotz Demenz länger in der häuslichen Umgebung zu bleiben.“ Das komme den Wünschen vieler Angehöriger entgegen und könne zudem dem Sozialhilfeträger helfen, Kosten für frühe stationäre Pflege zu ersparen. Auch in der Stadt Offenbach bestehe „noch ein erheblicher Bedarf an Angeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen im Rahmen einer ambulanten Betreuung“ sagt Simon. Deshalb habe die Stadt die Stiftung auch bei der Konzepterstellung und Auswahl einer geeigneten Immobilie tatkräftig unterstützt. Zusätzlich will die Kommune das neue Angebot der Stiftung über drei Jahre mit einer jährlichen Anschubfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro unterstützen.

Der Einzug eines Menschen mit Demenz in eine ambulant betreute Wohngruppe ermöglicht es, dem Betroffenen die Selbständigkeit und Selbstbestimmung weitestgehend zu erhalten. Neben der Aufrecht-erhaltung der individuellen Lebensgestaltung nimmt hier die Alltagsvertrautheit einen besonderen Stellenwert ein. Die Mieter leben in eigenen Zimmern mit privaten Möbeln und gestalten den gemeinsamen Alltag mit professioneller Unterstützung.


Das integrierte Info- und Kulturcafe wird als zentraler Ort des Austausches, der Kommunikation und Begegnung für Menschen mit und ohne Demenz geplant, um hier frühzeitig Unterstützung und Interaktion zum Thema zu ermöglichen. Ziel ist es, eine neue Kultur des Helfens aufzubauen und Schwellenängste abzubauen sowie nutzungsoffen Raum für Weiterentwicklung der Entlastungsangebote für Angehörige und demenzerkrankte Menschen zur Verfügung zu stellen.


„Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Leben in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft als einem etablierten Bestandteil der sozialpflegerischen Versorgungslandschaft in vielerlei Hinsicht der herkömmlichen Versorgung in Pflegeheimen oder stationären Einrichtungen vorzuziehen ist. Die individuelle Betreuung der Betroffenen und die Zusammenarbeit mit den Angehörigen tragen in hohem Maße zur Sicherung der Lebensqualität aller Beteiligten bei. Die Einbindung in die ergänzenden Angebote des Demenzzentrums ermöglichen Integration und Teilhabe, sowie die Einbindung von bürgerschaftlichem Engagement auf breiter Basis“, so Dipl. Sozialarbeiterin Jutta Burgholte-Niemitz, die mit der Umsetzung des Projektes betraut ist.

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:
Uli Kuhn, Uli Kuhn Consulting, Telefon 0178 / 322 01 82, uli.kuhn@ukuhn-consulting.de

Ansprechpartner in der Stadt Offenbach:
Mathias Trümner-Friese, 069 8065 2820, mathias.truemner-friese@offenbach.de

 

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