Demenzzentrum StattHaus Offenbach erhält mit Netzwerkpartnern Zuschlag für den Aufbau einer „Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz“

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Demenzzentrum StattHaus Offenbach erhält mit Netzwerkpartnern Zuschlag für den Aufbau einer „Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz“

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert zwei Jahre lang die weitere Vernetzung und Entwicklung von Angeboten zur Stärkung betroffener Familien
 

Offenbach, 20. Oktober 2014 – Das Demenzzentrum StattHaus Offenbach der Hans und Ilse Breuer-Stiftung hat gemeinsam mit Partnern aus dem Initiativkreis Demenz den Zuschlag zur Gründung einer „Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz“ erhalten. Damit wurde das Offenbacher Netzwerk in die dritte Förderwelle des Bundes aufgenommen und ist eines von insgesamt 150 Projekten, das aktuell zur  regionalen Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz beiträgt.

Ziel des Bundes ist es, bis 2016 in ganz Deutschland bis zu 500 Lokale Allianzen entstehen zu lassen. Diese werden unter anderem mit insgesamt 10.000 Euro unterstützt. Insbesondere ist es das Ziel, nachhaltige und tragfähige Hilfestrukturen zu entwickeln und ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen mit Demenz ebenso wie ihre pflegenden Angehörigen nicht mehr ausgegrenzt werden. Menschen mit Demenz sollen verständnisvoll und einfühlsam akzeptiert werden, so lange es geht in das gesellschaftliche Leben einbezogen bleiben und Angehörige individuelle Hilfe und Unterstützung erfahren.

Gemeinsam mit den Kooperations- und Netzwerkpartnern aus verschiedenen Organisationen und Gruppierungen sollen in den kommenden Monaten und Jahren weitere Möglichkeiten zur Entlastung und Stärkung von betroffenen Familien geschaffen und bestehende Angebote einer möglichst breiten Bürgerschaft zugänglich gemacht werden. StattHaus-Leiterin Jutta Burgholte-Niemitz und Projektkoordinatorin Tanja Sand übernehmen die zentrale Organisation der geplanten Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Lokale Allianz“.

„Wir möchten ambulante und niedrigschwellige Betreuungsleistungen für Menschen mit Demenz ausbauen. Diese sollen sich nach der örtlichen Bedarfslage richten, die dazu ebenfalls erhoben werden soll“, erklärt Jutta Burgholte-Niemitz und führt weiter aus: „Zudem möchten wir flexibler auf Anfragen seitens überlasteter Angehöriger reagieren können und schnell Lösungen miteinander abstimmen. Dazu gilt es, die verschiedenen Stadtteile und Akteure noch besser miteinander zu vernetzen.“

Erste Ansätze für bereits fruchtende Netzwerkaktivitäten sind ein gemeinsamer Veranstaltungsflyer und Auftritte auf Veranstaltungen in der Innenstadt, durch die bereits bestehende Angebote und Dienstleistungen für pflegende Angehörige und Betroffene bekannt gemacht werden. Zum Offenbacher Demenz-Netzwerk gehören neben dem StattHaus Offenbach unter anderem der Caritas Verband Offenbach, das Freiwilligenzentrum Offenbach, Der Paritätische Offenbach, das Mehrgenerationenhaus „W 58“, das Seniorenzentrum Offenbach, der örtliche Pflegestützpunkt, das Gesundheitsamt, der Paritätische, die Betreuungsbehörde sowie einige ambulante Pflegedienste.

Sozialdezernent Dr. Felix Schwenke begrüßt das Vorhaben: „Wir sind uns der gesellschaftlichen Verantwortung für die immer größer werdende Anzahl Demenzkranker bewusst. Daher freue ich mich sehr, dass Offenbach nun ein Teil des Bundesmodellprogramms ‚Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz‘ ist.“
 

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Jutta Burgholte-Niemitz, Leitung Demenzzentrum StattHaus Offenbach, Telefon: 069 / 2030 5546
E-Mail: j.burgholte-niemitz@breuerstiftung.de

Tanja Sand, Projektkoordination Demenzzentrum StattHaus Offenbach, Telefon: 069 / 2030 5546
E-Mail: statthaus-of@breuerstiftung.de

 

Über das Demenzzentrum StattHaus Offenbach der Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Als zentrale Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige besteht mit dem neuen Demenzzentrum StattHaus Offenbach der Hans und Ilse Breuer-Stiftung eine innovative Form der Versorgung und Unterstützung. Mit seinem Konzept „Treffen, Teilen, Tragen – Wohnen, Beratung und Begegnung unter einem Dach“ sollen an einem Ort und mitten in einem belebten Stadtteil bedarfsorientierte und konkrete Hilfen entlang des Demenzverlaufs angeboten werden. Neben einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft mit neun Personen gibt es unter anderem die Möglichkeit zur Einzel- und Gruppenberatung, Seminare für Angehörige sowie Gesprächskreise. Die Cafeteria steht den Mietern, aber genauso Betroffenen und deren Familien aus der Umgebung zur Verfügung. Die unterschiedlichen Zugänge sollen dabei helfen, Hemmschwellen zu überwinden und eine frühzeitige Inanspruchnahme der individuell passenden Unterstützung zu erfragen.

Weitere Informationen zum Demenzzentrum StattHaus Offenbach, zu Veranstaltungen und Terminen gibt es auf der Internetseite www.breuerstiftung.de/statthaus-offenbach.

Über die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz

Bis zum Jahr 2016 sollen in ganz Deutschland bis zu 500 „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz” entstehen. Ziel des Bundesmodellprogramms ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert Projekte für jeweils zwei Jahre. Mehr unter www.lokale-allianzen.de.

 

Über die Hans und Ilse Breuer-Stiftung

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurde im Jahr 2000 von dem Unternehmer Hans Breuer gegründet. Die Frankfurter Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen entscheidend zu verbessern. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen zu fördern und wissenschaftliche Netzwerke auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zu unterstützen. Darüber hinaus fördert die Hans und Ilse Breuer-Stiftung Projekte aus den Bereichen Versorgung, Betreuung und Therapie, die wesentlich dazu beitragen, das Leben von demenziell Erkrankten und ihren Familienangehörigen zu erleichtern und Alternativen in der häuslichen Pflege aufzeigen. Als eigenes Vorhaben hat die Stiftung in Offenbach am Main unter dem Namen „StattHaus Offenbach“ eine Begegnungsstätte und ein Informationszentrum zum Thema Demenz sowie einer ambulant betreuten Wohngruppe aufgebaut. Zu diesem Zweck wurde eine denkmalgeschützte Immobilie erworben, in der nach umfassender Sanierung und teilweisem Umbau ein Pilotprojekt verwirklicht wird. Als „One-Stop-Shop“ wird hilfesuchenden Betroffenen und ihren Angehörigen der ganze Bereich niedrigschwelliger Betreuungsangebote zum Thema Demenz zwischen häuslicher Versorgung und professioneller Tagespflege angeboten. Dazu gehören der Aufbau und die Begleitung von Gesprächs-gruppen, die Veranstaltung von Informationsseminaren für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen sowie die stundenweise Entlastung pflegender Angehörige durch die Einrichtung von
Betreuungsgruppen.

Weitere Informationen zur Hans und Ilse-Breuer-Stiftung auf der Website: http://www.breuerstiftung.de/
 

Pressekontakt:

Uli Kuhn, Uli Kuhn Consulting, Telefon 0178 / 322 01 82, uli.kuhn@ukuhn-consulting.de

 

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