Veit Samuel Althoff

Projektbeschreibung

Zusammenfassung der Promotion “Entstehung von Aβ-Peptiden und deren molekulare Wechselwirkungen bei der Bildung toxischer Oligomere“

Für die Pathogenese der Alzheimer Krankheit sind besonders die hydrophoben Amyloid-β (Aβ)-Peptide mit einer Länge von 42 Aminosäuren verantwortlich. Diese neurotoxischen Peptide werden nach der proteolytischen Spaltung des membranständigen Amyloid Vorläuferproteins (APP) durch die β-Sekretase und folgender sequenzieller Schnitte der γ-Sekretase in den Extrazellulärraum freigesetzt. In den letzten Jahren konnte überzeugend gezeigt werden, dass lösliche, niedere Aβ-Oligomere die Integrität der Synapsen schädigen und für neuronalen Zelltod verantwortlich sind. Aggregate dieser Peptide, sogenannte Plaques, korrelieren hingegen nicht mit den Symptomen der Krankheit.

In diesem Promotionsvorhaben sollen zwei Teilprojekte verfolgt werden. Im ersten Teil soll der sequenzielle Schnittmechanismus der γ-Sekretase und die Entstehung von Aβ42-Peptiden als Vorläufer von weiteren verkürzten Formen aufgeklärt werden. Die Untersuchung der Wirkungsweise der γ-Sekretase soll ein besseres Verständnis darüber geben, ob und wie toxische Aβ-Oligomere während und/oder nach der Prozessierung von APP durch die γ-Sekretase entstehen und wie die Freisetzung unterschiedlich langer Peptide aus dem γ-Sekretase-Komplex erfolgt.

Im zweiten Teilprojekt sollen die hydrophoben Wechselwirkungen der entstehenden Aβ-Peptide analysiert werden, da deren neurotoxische Wirkung vermutlich durch Interaktionen mit sich selbst, Lipiden und/oder membrangebundenen Rezeptoren vermittelt werden. Die biochemische Untersuchung von Aβ-Aβ bzw. Aβ-Lipid Interaktionen, soll schließlich einen neuen Einblick gewähren, wie diese Peptide die Toxizität gegenüber neuronalen Zellen auf molekularer Ebene vermitteln.

Aus den Ergebnissen des Promotionsprojektes sollen letztlich gezielte Ansätze abgeleitet werden, die geeignet sind, die Toxizität von bestimmten Aβ Formen als Ursache der Alzheimerkrankheit zu bekämpfen.

 

 

Lebenslauf

Name Veit Samuel Althoff
Geburtsort Berlin, Deutschland
Geburtsdatum 22. August 1979
   
seit 08/2008 Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Chemie und Biochemie der FU-Berlin in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. G. Multhaup im Bereich der SPR/MALDI-MS Core Facility
2006 - 2008 Studium der Biomedizin an der Universität Würzburg, Abschluss: Master of Science in Biomedizin (Gesamtnote 1,4). Masterarbeit: „Untersuchungen zur Prozessierung des Signalpeptids der Dihydrolipoamid Dehydrogenase“ (Note 1,0)
2002 - 2005 Studium der Biomedizin an der Universität Würzburg, Abschluss: Bachelor of Science in Biomedizin (Gesamtnote 2,6). Bachelorarbeit: „Genotypisierung von SNPs im humanen FZD3-Gen in einem Kollektiv von Schizophrenie-Patienten“ (Note 1,0)
 

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