StattHaus Newsletter Januar 2018

Spenden & Helfen

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde und Unterstützer der Hans und Ilse Breuer-Stiftung,

immer wieder werden wir von Angehörigen gefragt: Wann gibt es endlich ein Mittel gegen Demenz? Eine weitere brennende Frage ist: Wie soll ich damit umgehen? Gemeint ist in der Regel sowohl die Situation als solche als auch die betroffene Person in der Familie.

Seit vielen Jahren fördert die Hans und Ilse Breuer-Stiftung Projekte in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. Zudem finden betroffene Familien im stiftungseigenen Demenzzentrum StattHaus Offenbach verschiedene Unterstützungsangebote entlang des Demenzverlaufs.

Auch im Jahr 2018 werden wir an diesen Stellschrauben drehen, um eine bedarfsorientierte Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz voranzutreiben. Dabei sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen, ob in Form gespendeter Zeit oder in Form von Geldspenden. Jeder Beitrag zählt und kommt der Arbeit für betroffene Familien zugute.

Was die präventive Versorgungsforschung an aktuellen Erkenntnissen hervorbringt, lesen Sie in diesem Newsletter im Interview mit Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller. Sie hat im Oktober 2017 den Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung erhalten und gibt Einblicke in ihre wissenschaftlichen Untersuchungen.

Ganz herzlich laden wir Sie auch zu unseren Veranstaltungen ein und stellen Ihnen unsere aktuellsten Projekte vor.   

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

das StattHaus-Team der Hans und Ilse Breuer-Stiftung 

 

Präventiver Versorgungsforschung über die Schulter geschaut

In unserem Interview erklärt Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller, Gewinnerin des Forschungspreises der Hans und Ilse Breuer-Stiftung 2017: „Die Menschen werden besser darüber Bescheid wissen, was sie selbst tun können“

 

 

Aktuelle Projekte

Mehr Demenz-WGs in Hessen – Hans und Ilse Breuer-Stiftung ist Träger der „Hessischen Fachstelle für selbstverwaltete Demenz-Wohngemeinschaften“

Die Nachfrage nach überschaubaren kleinräumigen Wohn-, Betreuungs- und Pflegemöglichkeit nimmt rasant zu, die Warteliste der Wohngemeinschaft im StattHaus ebenfalls. Mit der „Hessischen Fachstelle für ambulant betreute Wohn-Pflegegemeinschaften für Menschen mit Demenz“ (www.demenz-wg-hessen.de) kommt die Stiftung einem wesentlichen Ziel, die Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz zu verbessern und dafür bedürfnisgerechte Rahmenbedingungen zu schaffen, wieder ein Stück näher.

Damit Angehörige leichter einen WG-Platz finden, gibt es auf der oben genannten Website eine Übersicht über alle vorhandenen Demenz-WGs in Hessen. Ebenso informiert die Seite WG-Initiatoren oder Interessenten über die konzeptionellen Voraussetzungen, die eine Demenz-WG benötigt. In den kommenden Monaten wird es neben der Beratung von WG-Interessierten und Öffentlichkeitsarbeit auch darum gehen, einen webbasierten Aufbau-Leitfaden sowie ein Forum zu entwickeln und auf der Website zur Verfügung zu stellen.

Das Modellprojekt läuft seit dem 1. September 2016 und wird durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie den Pflegekassen finanziert. Seit August 2017 steht neben Frau Burgholte-Niemitz mit Maren Ewald eine neue Kollegin für Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auf www.demenz-wg-hessen.de
 

„INFODOQ" – Onlinebasierte App zur Information, Kommunikation und professionellen Dokumentation in selbstverwalteten Demenz-WGs  

Am 1. Dezember 2017 konnten wir dank der Förderzusage seitens des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie den Pflegekassen ein neues Modellprojekt starten. INFODOQ soll eine praxistaugliche Online-Applikation werden, die den Anforderungen einer entbürokratisierten Betreuungsdokumentation Rechnung trägt und gleichzeitig als effektives und nutzerfreundliches Informations-, Kommunikations- und Organisationsinstrument für das Verantwortungsdreieck mit Angehörigen/rechtlichen Betreuern, Vermieter, freiwillige Helfer etc. in einer ambulant betreuten Wohn-Pflegegemeinschaft genutzt werden kann.

Ein wichtiges Ziel von INFODOQ: mehr Zeit mit den WG-Bewohnern verbringen und weniger Zeit für Bürokratie oder umständliche Kommunikationswege mit hohem Reibungs- und Effektivitätsverlust aufwenden. Das „One-Step-Care“-Prinzip soll damit die Versorgungsqualität weiter verbessern und die Selbstverwaltung stärken.

Maren Ewald vom StattHaus Offenbach übernimmt die Projektleitung. Wer sich für die geplante App interessiert, kann sich gerne unter 069/2030 5546 an sie wenden.

 

Veranstaltungen

Mi, 17.1.2018 um 16 Uhr
Konzertnachmittag im StattHaus-Café

Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ präsentieren Schülerinnen und Schüler der Musikschule Offenbach unter der Leitung von Jens Barnieck ein etwa 75-minütiges Konzert im StattHaus-Café. Mit Klavier, Violine und Querflöte spielen die jungen Künstler/innen verschiedene Stücke von Mozart, Dvorak und Bartok.

Wer sich für klassische Musik interessiert und einen klangvollen Mittwochnachmittag erleben will, ist herzlich eingeladen.  

 

20.2. bis 3.4.2018, dienstags von 17-19 Uhr
„Mit Demenz leben – mehr wissen, besser (be)handeln“ 7-teiliges Informationsseminar für Angehörige und Interessierte 

Der Kurs informiert über wesentliche Aspekte der Demenz und hilft dabei, die Symptome und den Verlauf besser kennenzulernen und sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Neben medizinischen und rechtlichen Gesichtspunkten geht es um das Verstehen und den Umgang mit spezifischen Verhaltensweisen von Betroffenen. Ebenso werden örtliche Unterstützungsangebote vorgestellt.

Die Themen werden von erfahrenen Referenten vermittelt. Veranstaltungsort ist das Demenzzentrum StattHaus Offenbach, Geleitsstraße 94, 63067 Offenbach. Anmeldungen und Fragen gibt es telefonisch unter 069/2030-5546 oder per Mail an statthaus-of@breuerstiftung.de.

 

Ostermontag, 2.4.2018 um 11.00 Uhr
HerzZeit: Himmlisches Innehalten
Gottesdienst für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

„Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir!“ Im Sinne dieses Zitats von Angelus Silesius, einem deutschen Arzt, Priester und Dichter, laden wir gemeinsam mit der Evangelischen Friedenskirche Betroffene und ihre Familien zu einem spirituellen Vormittag ein. Um 11 Uhr am Ostermontag hält Pfarrerin Henriette Crüwell einen Gottesdienst, der sich mit seinen Inhalten wie Texte, Lieder und weitere Elemente an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz richtet. Nach der Osterfeier gibt es im StattHaus-Café eine kulinarische Stärkung und Zeit für Gespräche.

Ziel des Angebots ist es, Momente der Besinnlichkeit zu schaffen und eine Atempause im Alltag zu ermöglichen. Einen Bezug zu Religion oder die Konfession spielen keine Rolle, alle sind willkommen. „Es geht darum, einen Raum für Ruhe, Stärkung und Vertrauen zu öffnen, in dem jeder sein darf wie er ist“, so Pfarrerin Henriette Crüwell. StattHaus-Leiterin Jutta Burgholte-Niemitz: „Mit diesem Pilotprojekt weiten wir unsere nachbarschaftlichen Beziehungen zu anderen Anlaufstellen im Stadtteil aus. Gerade diese tragen dazu bei, dass von Demenz betroffene Familien weiterhin am normalen Leben teilnehmen können.“

Zum Gelingen des Vorhabens tragen maßgeblich unsere freiwilligen Helfer bei, die sich an diesem Feiertag ehrenamtlich engagieren und bei der Begleitung unterstützen.     

 

Sa, 5.5.2018 von 13.30 – 16.00 Uhr
„Demenz – ein Weg“ Einladung zum Öffentlichkeitstag       

Demenz ist kein Zustand beziehungsweise keine starre Daseinsform. Demenz ist ein Weg und an verschiedenen Stellen sind spezifische Herausforderungen zu meistern, als Betroffener und Angehöriger.

An diesem Nachmittag erwartet Sie im StattHaus ein umfassendes Programm mit Vorträgen und Informationsständen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Gelegenheit zum Kennenlernen der unterschiedlichen Unterstützungsangebote.

Notieren Sie sich bereits jetzt den Termin, eine gesonderte Einladung wird vorab nochmals verschickt.

 

Und sonst?

StattHaus Café: Wissen, was „auf den Tisch“ kommt

Unser Café bekommt frischen Wind. Zwei Jahre hat Rosa für unsere Gäste viele leckere Gerichte zubereitet. Aus privaten Gründen zieht es sie nun nach Frankfurt. Seit Anfang des Jahres kocht und backt Neda von Montag bis Donnerstag frische Speisen für den Mittagstisch und Kuchen für den entspannten Nachmittag.

Gerne senden wir Ihnen die Speisekarte per Mail als Newsletter zu. Sie wird auch auf der Website www.breuerstiftung.de im Bereich „StattHaus Offenbach“ veröffentlicht. 

Öffnungszeiten Café:
Montag: 12.00-14.00 Uhr (Mittagstisch)
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 12.00 bis 17.00 Uhr
An Veranstaltungssonntagen (siehe Veranstaltungstermine)

Aktuelles und Termine finden Sie auch auf unserer Internetseite www.breuerstiftung.de/statthaus-offenbach.

 

Stiftung mit neuem Vorstand und neuer Büroadresse

Gerne möchten wir Sie darüber informieren, dass Frau Dr. Katja Bär am 2. Januar 2018 als neuer Vorstand der Hans und Ilse Breuer-Stiftung ihre Tätig­keit aufnehmen wird. Sie folgt damit Roland Bergfeld, der nach sieben Jahren als Vorstand in das Kuratorium der Stiftung wechselt. Die 1967 in Stuttgart-Bad Cannstatt geborene Betriebswirtin leitet bereits seit 2007 das Stiftungsbüro. Bis Ende 2017 war sie bei der UBS Europe SE Kundenberaterin im Bereich Privatkunden und verantwortlich für den Fachbereich Stiftungen.

Auch das Büro der Stiftung ist umgezogen und ist nun unter folgender Postadresse erreichbar: Goethestr. 26, 60313 Frankfurt am Main. Die neue Telefonnummer lautet 069 2980 1940. Die Mailadresse bleibt unverändert: info@breuerstiftung.de

 

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