Freiwilliges Engagement

Eine freiwillige Helferin berichtet von einer besonderen Begegnung

„Jetzt weiß ich, was es heißt, dement zu sein“

„Jetzt weiß ich, was es heißt, dement zu sein“ – dieser Satz kommt von Angelika, einer freiwilligen Helferin, die sich schon seit vielen Jahren für das StattHaus engagiert. Erst beim Aufbau und der Organisation der Angehörigenseminare, dann beim Einzug ins StattHaus und immer wieder bei Veranstaltungen. Seit einiger Zeit unterstützt sie unsere Köchin „Gosia“ im Café bei der Zubereitung des Mittagstischs für unsere Tagesgäste und Besucher aus der Nachbarschaft.

Sie selbst hat ihre Mutter, die ebenfalls an einer Demenz litt, bis zum Schluss begleitet und gepflegt. Doch der Satz „Jetzt weiß ich, was es heißt, dement zu sein“ fällt in dem Moment, als Angelika mitbekommt, wie hilflos sich Menschen mit Demenz fühlen, wenn sie trotz vertrauter Begleitung in eine für sie unüberschaubare Situation geraten. Ein 91-jähriger weiblicher Tagesgast sagte nach der Rückkehr von einem Ausflug zu ihrem Mann, der im Café auf sie wartete: „Bin ich froh, wieder hier zu sein! Ich dachte, ich sehe Dich nie wieder!“ Sie wiederholte diesen Satz immer wieder. Ganz offensichtlich war sie unendlich froh, dass alles wieder „in Ordnung“ war.

Was heißt das für uns? Dass wir Betroffene nicht mehr fordern, ihnen nichts mehr zutrauen und sie nur noch in ihren vier Wänden lassen sollten? Wir denken nein. Sicherheit ist wichtig und doch zeigt diese Szene, wie belebend es sein kann, wenn auch ein Mensch mit Demenz eine Situation meistert und danach Beziehungen sogar wieder einen ganz neuen Wert erhalten. Und es beweist, dass Ausprobieren immer zur Begleitung dazu gehört. Diese Erfahrung machen unsere freiwilligen Helfer in der Tagesgästebegleitung täglich. Denn eine Vorhersehbarkeit für das Verhalten eines Menschen gibt es gerade mit einer Demenz nicht. Umso wichtiger, dass es Orte und Personen gibt, die sich dieser Aufgabe freiwillig stellen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Begleitung von Betroffenen bei uns im StattHaus leisten.

Haben Sie Lust, Teil unseres Teams zu werden oder möchten Sie mit einer Zeit- oder Geldspende die Arbeit mit unseren Tagesgästen unterstützen? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Telefonisch unter 069-2030 5546 oder per Mail an info@breuerstiftung.de 

 

Bundesfreiwilligendienst im StattHaus

 

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Menschen aller Generationen, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren.

Folgende Aufgaben erwarten Sie im StattHaus:

  • Allgemeine Versorgungstätigkeiten
  • Kaufmännische und Verwaltungstätigkeiten
  • Betreuungsdienste

Näheres zu den möglichen Aufgaben besprechen wir gern mit Ihnen persönlich, damit Sie uns genau in den Bereichen unterstützen können, an denen Sie besonders Interesse haben.

Der Einstieg für einen Bundesfreiwilligendienst im StattHaus ist ab Oktober 2013 möglich.

Bei Fragen schreiben Sie bitte eine e-Mail an info@breuerstiftung.de. Frau Maren Ewald oder Frau Tanja Dubas erreichen Sie auch telefonisch unter 069 / 2030 5546.


 

 

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