Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

"Für mich stellt die Versorgung von Menschen mit Demenz eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar."

© Breuer-Stiftung

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

 

Nach meinem Medizinstudium in Bonn und Examen in Göttingen (1991) folgte meine Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg (1993) sowie ein Studium zum Master of Public Health in Epidemiology an der University of North Carolina at Chapel Hill, USA (1994). Seit mehr als 15 Jahren bin ich Inhaber des Lehrstuhls für „Versorgungsepidemiologie und Community Health“ an der Universitätsmedizin Greifswald und seit 2009 bin ich Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Rostock/Greifswald und Leiter der dort ansässigen Arbeitsgruppe „Translationale Versorgungsforschung“. Ich bin stellv. Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung.

Für mich stellt die Versorgung von Menschen mit Demenz eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. In unserer Forschung sind daher innovative, interdisziplinäre Versorgungsansätze, welche auf eine möglichst frühzeitige und umfassende Integration der Betroffenen in das bestehende Versorgungssystem abzielen, von fundamentaler Bedeutung. Ziel unserer Forschung ist es, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern und diesen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben bei guter Lebensqualität zu ermöglichen. Unsere translationalen Forschungsansätze am DZNE Rostock/ Greifswald umfassen daher die Analyse der vorhandenen Versorgungsstrukturen, die Entwicklung von modularen Interventionen zur Verbesserung der primärärztlichen Versorgung sowie die Evaluation dieser Interventionen hinsichtlich Wirksamkeit und Kosteneffektivität. Die Implementation dieser innovativen Ansätze in die Routineversorgung ist integraler Bestandteil der Forschungsaktivitäten am DZNE Standort Rostock/Greifswald. Unser Ziel ist dabei immer, mit den aus der Forschung stammenden Konzepten eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung der von Demenz betroffenen Menschen zu erreichen.

Die Bedeutung der Versorgungsforschung an und mit Menschen mit Demenz hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Besonders erfreut hat mich die Verleihung des Alzheimer-Forschungspreises der Hans und Ilse Breuer-Stiftung im Jahre 2017 auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung DNVF e.V. erstmalig an eine renommierte Wissenschaftlerin aus der Versorgungsforschung, Frau Prof. Dr. Riedel-Heller. Dies unterstreicht die Bedeutung unserer Forschung und zeigt, wie wichtig die Translation von Forschungsansätzen in die Versorgung der Menschen mit Demenz sowie deren pflegenden Angehörigen sind.

 

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