Eibseemeeting 2018

Den zellulären Mechanismen der Alzheimer-Krankheit auf der Spur

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung unterstützt renommierten Alzheimer-Kongress

Frankfurt am Main, 23. Oktober 2018 –  An neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson sind ganz unterschiedliche Prozesse beteiligt. Dazu gehören beispielsweise Entzündungs-mechanismen, der Proteinstoffwechsel, die Regulation von Nervenzellen oder  als neues Gebiet die Neuromikrobiotik (Darm-Hirn-Achse). Diese und weitere Themen finden sich deshalb im Programm des Eibsee-Meetings „Cellular Mechanisms of Neurodegeneration“, das vom 24. bis 26. Oktober 2018 am Eibsee südlich von München stattfindet. Rund hundert Wissenschaftler aus aller Welt präsentieren ihre neuesten Resultate zur Erforschung dieser Krankheiten. Gefördert wird der Kongress von der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung.

Dieses Jahr konnte Prof. Anthony Hyman vom Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden als Key Note-Sprecher gewonnen werden. Prof. Hyman wurde 2017 mit der Schleiden-Medaille der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Zellbiologie ausgezeichnet. Prof. Hyman beschäftigt sich unter anderem mit fehlgefalteten Proteinen und deren Einfluss auf neurodegenerative Krankheiten.

Insgesamt sind 24 Vorträge und zwei Sessions mit Kurzvorträgen zu den Postern geplant. Dieses Jahr gibt es zusätzlich eine Extra-Session mit Sprechern aus der Zusammenarbeit von „SyNergy – Munich Cluster for Systems Neurology“ mit der renommierten Washington University aus St. Louis, USA. So werden Prof. David Holtzman und Prof. John Morris von der Washington University ihre neusten Ergebnisse vorstellen. Neben den geladenen Sprechern nehmen am Eibsee-Meeting auch junge Nachwuchswissenschaftler teil, die ihre Forschungsergebnisse zum Teil im Rahmen einer Poster-Session präsentieren.

Das Eibsee-Meeting wurde im Jahr 2000 von dem Münchner Wissenschaftler Prof. Christian Haass und den Forschern Prof. Volker Herzog, Universität Bonn, sowie Prof. Gerd Multhaup, Freie Universität Berlin, ins Leben gerufen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützte den Kongress für sechs Jahre, in denen er sich als eine der wichtigsten deutschen Alzheimer-Tagungen etabliert hat.

Von 2005 an war das Eibsee-Meeting die jährliche Tagung eines Sonderforschungsbereichs der Medizinischen Fakultät an der Ludwig-Maximilians-Universität München, des SFB 596 „Molecular Mechanisms of Neurodegeneration“. Dieser legte die Basis für den Aufbau eines Exzellenzclusters unter dem Namen „SyNergy – Munich Cluster for Systems Neurology“ und führte zur Gründung eines neuen Institutes: dem Münchner Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Das DZNE München und SyNergy sowie die Hans und Ilse Breuer-Stiftung sind seitdem die Ausrichter der jährlichen Eibsee-Tagung.

 

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